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Hans Atom Online

Montag, 07.12.2009

Stateshirt Remix auf ccmixter.org

Montag, 27.07.2009

Montag, 30.03.2009

Das große Konzert-Ereignis in München





Dienstag, 17.03.2009

Musik, die ganz Deutschland begeistert...

...und vom Redaktionsleiter und seinen Freunden persönlich und unter Berücksichtigung des Massengeschmacks einem breiten Publikum auf den Leib geschneidert wurde gibt es ab sofort hier:


Get your own Box.net widget and share anywhere!

Freitag, 13.02.2009

Neues aus Wissenschaft und Technik


Bei dem ganzen Gerede jetzt über Darwin soll man nicht vergessen, dass der Affe ja eigentlich von Gott abstammt.

Donnerstag, 20.11.2008

Musik, Musik, Musik

Liebe Leser,

immer mehr Menschen hören Musik. Jetzt bietet die Hans Atom Online Redaktion zur Vorweihnachtszeit ein ganz besonderes Special:

Mehr Musik - weniger Text!

Auf der Internet-Seite Hans M. Atom finden sich alle Stücke, die in Zusammenarbeit mit den namenhaftesten Kehlen der Creative-Commons-Bewegung entsanden sind.

Und für die ganz Hartgesottenen gibt es jetzt auch die Möglichkeit live zu erleben, wie ich innerhalb der Community jeden Tag aufs neue gefeiert werde.



In diesem Sinne auch Ihnen ein fröhliches Fest,


Ihr Hans Montgomery Atom





Freitag, 19.09.2008

Der Käse


Hört ihr Leute, spitzt die Ohren
folgendes lass ich verlauten:
Von Bern bis hinter die Azoren
ja, sogar die Astronauten
wollen ihn ach doch immer essen!
Käse ist ein Hochgenuss
und auch des Großvesiers Mätressen
von Samarkand bis Ephesus
essen ihn doch auch so gerne
wie als auch schon der Apoll
Schober, Scheune und Zisterne
alles ist mit Käse voll.



Sonntag, 14.09.2008

Die Zwiebel


Zwiebeln essen alle gern:
Vom Baltikum bis nach Luzern
hat vom Keller bis zum Giebel
jeder alles voll mit Zwiebel.


Donnerstag, 11.09.2008

Aus den Reisejournalen des Carl Maria von Gleisnitz

Heute: Das Tao von Thailand (1)

Wir standen im Wald. Ich hatte mein Schwert in der Hand und einen Gesichtsausdruck, als würde ich gerade etwas unaussprechlich Bitteres zerkauen. Aber was es war, weiß ich nicht mehr. Eigentlich bin ich mir auch gar nicht mehr so sicher, ob das überhaupt ein Wald war, in dem wir standen. Einzig und allein Tatsache ist, dass wir gar nicht standen, sondern saßen und dass ich Mutterseelen alleine war. Und statt dem Schwert hatte ich wohl doch eher eine abgelutschte Kippe in der Hand. Ich schaute mich vorsichtshalber nochmal um: Vor mir war eine billig zusammengenagelte Theke, dahinter ein Regal mit Flaschen, kaum erkennbar im schummrigem Licht der Deckenbeleuchtung. Ehe ich mich versah, setzte ich ruckartig an und nahm einen riesigen, gurgelenden Schluck Bier. Ich lehnte mich, meinen Körper träge nach rechts drehend, etwas vor. Daraufhin öffnete sich mein Mund und begann kontinuierlich zu reden. Nach rechts, wo offensichtlich ein anderer saß. Ich konnte ihn nur schwer erkennen im schummrigen Licht der Deckenbeleuchtung. Aber ich sah, dass er hohlwangig war, kreidebleich im Gesicht und dass er den Trinkakt in geduckter Haltung vollzog. Er war eine überaus vage Erscheinung. Ein Trinker der Vorstadt eben, ein typischer Loser.

Auch ich trank geduckt, doch war ich alles andere als hohlwangig. Mein Gesicht war mit solch einer Intensität aufgeschwemmt, dass meine stumpfgetrunkenen Augen permanent wie verkniffen wirkten. Einen Siegertyp verkörperte meine Erscheinung, einen typischen Siegertyp eben.

Und so erzählte ich und erzählte. Dabei richtete ich meine verkniffenen Augen auf den hohlwangigen Typen. Und ich folgte den Schwingungen meiner rauhgesoffenen Stimmbänder mit größter Aufmerksamkeit. Ich achtete darauf, wie sie Buchstaben krächzten und wie diese sich dann zu versoffenen Worten vermengten, welche hin und wieder über meine bleischwere Zunge stolperten.
Allem Anschein nach redete ich kontinuierlich über Asien, ich vermute sogar meine stetige Rede drehte sich um etwas, dass in Richtung Thailand ging.

Denn viel weiß ich nicht mehr. Nur, dass ich mich einmal ganz weit zu dem hohlwangigem Typen vorbeugte und fast etwas heiser: "Tempel, Beduinen und gelbe Girls am Kai" sagte. Daraufhin schaute ich ihn verkniffen an und nahm - wenn ich mich recht entsinne - einen riesigen, gurgelnden Schluck Bier.

Dann drehte ich mich weg und ließ meinen Kopf wie einen großen roten Lampion über dem Bierglas baumeln. Ich überlegte mir, was ich noch sagen konnte, aber mir viel beim Besten willen nichts mehr ein. Da war nichts mehr. Gar nichts mehr. Und genau in diesem Moment bin ich aufgewacht. Und da stand ich plötzlich mit den anderen wieder im Wald. Ich hatte mein Schwert in der Hand und einen Gesichtsausdruck, als würde ich gerade etwas unaussprechlich Bitteres zerkauen. Zum Glück hatte ich das alles nur geträumt!

Montag, 08.09.2008

Wie es gebrannt hat bei mir

Ein Tatsachenbericht

Ich wollte mir eine Pizza machen oder so. Ich weiß es aber nicht mehr richtig. Schon damals wusste ich es nicht mehr so genau. Alles was ich damals noch wusste war, dass es irgendwie ganz schön verbrannt in der Wohnung roch und ich in einer Ecke im Flur gelegen bin und ein paar Leute auf der Straße immer "Feurio, Feurio!" gerufen haben. Ich habe das aber nicht so ganz überrissen, dass die Leute auf der Straße eigentlich damit nichts anderes sagen wollten, als dass es gebrannt hat bei mir. Obwohl es schon ganz heiß in der Wohnung war und alles war auch schon ganz orange, wegen dem Feuer überall. Ich glaube wirklich alles, was in meiner Wohnung überhaupt so war, brannte bereits schon. Bloß ich habs irgendwie als einziger nicht gemerkt.

Naja und dann habe ich gedacht, ich schau halt ein bisschen fern. Und da habe ich mich voll in das lichterloh brennende Sofa reingesetzt. Das Zeug brennt ja wie Zunder! Die ganzen Kissen und Stoffe und die Gardinen überhaupt. Es hat alles gebrannt. Zudem war auch alles voll mit Rauch. Dicke Schwaden überall. Wahrscheinlich habe ich gar nicht gesehen, dass es überall gebrannt hat wegen dem vielen Rauch. Und als ich dann die Fernbedienung nehmen wollte, da war die so wie geschmolzener Käse. Und ich hatte die ganzen Finger voll mit dem Plastik und das tat höllisch weh. Aber auch mein Rücken tat weh, wegen dem Feuer im Sofa und um das Sofa herum. Und die Tasten von der Fernbedienung waren ganz klebrig und hingen mir an den Fingerkuppen, die wollten gar nicht mehr ab. Später habe ich sie mir aus Versehen noch ins Haar geschmiert. Die ganzen Tasten! Aber das Beste überhaupt war ja, dass die Glotze schon lange davor bereits verbrannt war. Ich hätte so und so nicht ferngucken können. Zumnal ja auch das ganze Feuer im Weg gewesen wäre. Da war ja nur noch Feuer, alles voll davon, der ganze Einbauschrank mit all den Sachen drin war schon ganz verbrannt und Rauch war überall und man konnte kaum noch irgendwas sehen.
Aber irgendwie habe ich nicht kapiert, dass es so schlimm gebrannt hat. Ich hab mir nur gedacht: "Ist ja toll jetzt. Jetzt ist der Fernseher ist auch noch hin."
Tja, und dann hab ich mir überlegt, was ich jetzt machen soll, mit kaputtem Fernseher. Und irgendwann bin ich dann wieder zum Fenster, aber ich hab nichts sehen können wegen dem ganzen Rauch.
Und die Leute haben gerufen:" Spring, spring!", aber ich hab nicht ganz kapiert, was die wollten, weil, ich wusste ja nicht, dass es gebrannt hat.
"Springen", hab ich mir gedacht, "die sind ja vielleicht lustig. Ich spring doch nicht einfach so aus dem Fenster"
Naja, und dann hab ich mir halt gedacht, ich mach mir ne Pizza. Ich weiß es aber nicht mehr so genau.
Ich weiß nur noch, das es irgendwie verbrannt gerochen hat in der Wohnung. Naja, und die Leute auf der Straße haben "Feurio, Feurio!" oder so ähnlich gerufen. Ich hab ja nicht überrissen, das es gebrannt hat. Wirklich nicht. Obwohl es schon total heiß war in der Wohnung. Und alles war orange, wegen dem vielen Feuer. Da war wirklich überall Feuer! Alles - aber auch alles - hat gebrannt!

Dienstag, 02.09.2008

Die Jugend spaltet das Atom

Ein patriotisches Gedicht zum Auswendiglernen für die Jugend

Eine Lustjagd, schaut die Schützen!
spreizfüßig und leptosom
weiß die Kittel, weiß die Mützen
Jugend spaltet das Atom!

Plutoniumflecken auf der Hose
bleibeschürzt mit 1000 Ohm.
Deutsche, Strom muss in die Dose!
Jugend spaltet das Atom!

Wissenschaft, Du wunderbare
heut' bauen wir Dir einen Dom.
Völker, höret die Fanfare:
Jugend spaltet das Atom.



Dieses wunderbare Gedicht gibt es für kurze Zeit auch hier als mp3 zum downloaden.

Montag, 25.08.2008

Die Vorstadt


Scherbengrün ist Vorstadtstille
Trinker finden keinen Trost
längst in Scherben liegt der Wille
Stumpfsinn klingelt leise Prost.

Singt ein Lied in allen Bieren
die Du trinkest fort und fort
gehst du Heim auf allen Vieren
oder bleibst Du wortlos dort?



Montag, 04.08.2008

Indoeuropäische Völker im Vergleich


Heute: Briten vs. Goten


1.1. Kulinarisches

Was der Gote auf dem Brote
hat der Brite auf der Schnitte.


1.2. Historisches

1.2.1. Kamen die Briten beritten
floh der Gote im Boote.


1.2.2. Doch drohte der Gote
flohen die Briten in Schlitten.


1.3. Statistisches

Jeder Dritte ist Brite,
jeder Zwote ist Gote.


1.4. Aus der Schmankerlnküche

Eine Rote mit Fritten
schmeckt Gote und Briten.













Montag, 14.07.2008

liebe ist....


liebe ist ein pilzragout:
rassig, sämig und voll würze,
ein halb geöffnet hosenschlitz
ein gierig griff unter die schürze.

Freitag, 11.07.2008

Die größten Staatsmänner aller Zeiten (1)

Heute: Juri Andropow

Juri Andropow erblickte im Jahre 1845 als siebtes von acht Geschwisterchen in der Nähe eines Boltzplatzes der nordossetischen Stadt Mosdok das Licht der Welt. Von Geburt an eignete ihm eine gedrungene Gestalt, zwei kräftige Arme und Beine sowie ein überaus ernsthaftes, respekterheischendes, kleines, weißes Eigesicht.
Juri Andropows Vater, welcher sich gerne mit Planungen beschäftigte, hatte für seinen Sohn mit dem kleinen Eigesicht etwas ganz besonderes vorgesehen: Unmittelbar nach der Entbindung sollte der junge Staatsmann in einem Bastkörbchen ausgesetzt werden mittels dessen er sich völlig unbeschadet die Wolga herunterbewegen sollte, um an einem vollkommen anderen Ort von einem unbekannten Dritten herausgefischt und großgezogen zu werden.

Doch der kleine Juri, sobald er solch eines Planes gewahr wurde, schaute still und böse mit seinem kleinen, weißen Eigesicht in die Runde, um irgendwann, als keiner mehr richtig damit rechnete, seine Schutzbefohlenen sowie seine ossetische Verwandtschaft einen nach dem anderen in die eiskalte Wolga zu schubsen. Dabei soll er immer wieder:“Was soll das alles?“ geschrien haben.

Dennoch wurde Juri später Matrose und noch später dann ein großer Staatsmann. Während seiner Amtszeit als Staatsmann gelang es ihm zum Beispiel die Arbeitsproduktivität zu erhöhen , sowie als auch ein Maßnahmenpaket gegen den Alkoholismus zu verabschieden. Auch nahm er eine Reform des sowjetischen Bildungswesens in Angriff. Und natürlich auch andere Dinge, die wir hier aber nicht im Einzelnen erwähnen möchten. Wichtig für uns ist jetzt, dass er die Verwandten ins Wasser geschmissen hat. Und zwar alle. Da ist wirklich keiner trocken geblieben! Alle waren sie patschnass! Und deshalb glauben wir, dass diese „Ankedote“ viel mehr über diesen großen Staatsmann zu erzählen vermag, als alles andere, was je über ihn und sein kleines, weißes Eigesicht je geschrieben worden ist.


Sonntag, 06.07.2008

Das Reh


das reh.das reh.
das reh.das reh.
das reh.das reh.
das reh.das reh.


Donnerstag, 03.07.2008

das Komplott


Die ganzen Lügen, die ganzen Ränke
Spiele, Barone, Tischgetränke!
Krüge voll Scheelsucht und voll Nieder-
Kellner bringen sie hin und wieder -
tracht. Prügel und Paar hinter ihre Ohren
denn die Falschheit, die Intrigen...
Prügel. Prügel. Prügel kriegen
sollten eigentlich jetzt alle -
Ober, wo bleibt die Farfalle? -
alle haben sich verschworen!





Mittwoch, 02.07.2008

Lebensratgeber (1)



Eile mit Weile, aber weile mit Eile!



Die Redaktionsleitung der Hans Atom Online Redaktion macht darauf aufmerksam, dass Kommentare unter der Rubrik "Lebensratgeber" ausdrücklich unerwünscht sind!


Sonntag, 29.06.2008

Mein schönster Fußballerlebnis (1)

Meine Schwester, eine Bekannte, deren ihre Freundin und eine andere Freundin, sowie die Frau an der Kasse der Supermarktkette von neben an, die ich so supergeil finde, die haben alle gemerkt, dass ich von Fußball überhaupt keine Ahnung habe. Obwohl ich mir den Sport in den Nachrichten sogar hin und wieder mal anhöre. Aber eben nur hin und wieder. Ganz hin und wieder. Und dann eigentlich nur, um die Sätze aus dem Sport in den Nachrichten eins zu eins in meinem Kopf zu repro-mechanisieren um sie bei späterer Gelegenheit gegenüber meiner Schwester, einer Bekannten, deren ihrer Freundin, sowie der Frau an der Supermarktkette, die ich so supergeil finde, vollkommen seelenlos zu äußern. Ein bisschen wie ein Papagei, könnte man sagen.
Aber, die haben es irgendwann gemerkt. Das habe ich ja oben im Text schon gesagt (dass die es gemerkt haben). Und deshalb haben die mich bei Seite genommen und gesagt: "Junge, dass geht so nicht, dass du keine Ahnung von Fußball hast, wegen jetzt auch EM und so und wir bringen dir das bei."
Und dann haben die mir das beigebracht. Alles. Es hat eine gute Weile gedauert und ich habe aufmerksam zugehört. Und dann bin ich hach Hause und hatte die ganze Zeit diesen Fangesang als Ohrwurm, der es den Anhängern eines gegegnerischen Teams unmißverständlich nahelegt, nach Hause zu gehen. Den haben die mir nämlich auch beigebracht. Das hätten die Mal lieber nicht tun sollen, weil, es hat nicht lange gedauert, da wuchs nämlich der Wunsch in mir, es jemand vor zusingen und ihm somit nahe zu legen, doch nach Hause zu gehen. Aber es war ja niemand da! Und bei den Nachbarn zu klingeln um die Uhrzeit und denen das vor zu singen, wäre ja wohl voll Banane gewesen, weil die ja schon zu Hause dann gewesen wären und nirgendwo hingehen hätten können.
So stand ich dann eine ganze Zeit lang ratlos in der Küche. Ich hatte wirklich keine Ahnung, wem ich das Lied nun vorsingen sollte.
Aber da kam wie durch ein Wunder mein Hund plötzlich in die Küche, zu dem ich zu dieser Zeit ein sehr gutes Verhältnis hatte. Und in mir erwuchs ein teuflischer Plan: Ich könnte ja dem Hund das Lied vorsingen!

Und so hob ich meine Stimme an und sang, wobei ich mit dem Zeigefinger unmißverständlich auf die Schnauze des Hundes zeigte, die unheilvollen Zeilen: "Du kannst nach Hause gehen, du kannst nach Hause gehen..." Ich sang es dem Hund voller Häme und sehr laut mitten ins Gesicht. Und tatsächlich, nach einer Weile ist er weg. Ich glaube so richtig glücklich war er nicht, als er weg gegangen ist. Naja, auf jeden Fall hab ich mich dann recht vergnügt ins Bett gelegt und mir gedacht, der Hund fängt sich schon wieder. Und dann bin ich eingeschlafen und siehe da: Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht, weil der Hund zu mir ins Bett wollte und ich habe mir gedacht:"Siehste wohl, jetzt will er wieder kuscheln." Aber er wollte gar nicht kuscheln. Denn er hat mich voll gebissen! Und das zu allem Überfluß noch mitten in die Kehle!

Freitag, 27.06.2008

Autobiographisches (11)

Grillen am Balaton - ich lese zwischen den Worten

Wir rasen mit 180 Sachen über eine schnurgerade Autobahn. Ich versinke in der Rückbank des Benzes während wir Ladas, Trabis und Skodas von der linken Spur fegen. Die Sonne scheint sommerlich und grell, draußen gibt es außer erdigen Gärtchen, grauen Häuschen und Ackerland kaum etwas zu entdecken. Die biedere Rockmusik im Auto ist zu laut, um sich zu unterhalten – wie angenehm!

Irgendwann biegen wir ab, rasen über eine Landstraße und durchqueren eine Geisterstadt, die aus vernagelten Würstchen- und Weinbuden und Hotelklötzen mit klappernden Fensterläden besteht.
Zuletzt fahren wir noch ein Stück über feuchte Wiese und stehen mit dem Kühler direkt an den Ufermauern des Balaton, wo sich gelbliche Algen träge in der trüben Brühe räkeln.
Sofort fangen wir mit dem Grillen an. „Solches Celophanpapier hat irgendwie noch keinen eigenen Namen“, meint Lothar, als er die Würstchen aus dem Papier herauswickelt. Und Peter, der gerade dabei ist, den Grill aufzubauen höre ich: „Warum unser Rost so tropft?“, im Hintergrund fragen. Dabei versuche ich mir vorzustellen, was sich unter der Oberfläche dieses gelben Sees verbirgt. Aber so sehr ich es auch versuche, es will mir einfach nicht gelingen.
Als das Fleisch schon bruzzelt, stellt sich heraus, dass auf den Papptellern, die wir im Baumarkt gekauft haben, irgendwelche Schmierspuren zu finden sind! Und Peter wird so ärgerlich, dass er drauf und dran ist nach Hause zu fahren. Doch dann ist es wie immer Lothar, der einen kühlen Kopf behält:“ Lieber ein normales deutsches Essgeschirr,“ höre ich ihn sagen:“, bitte reinigt alle Teller etwas nach!“
Er gibt uns ein paar Papiertücher, wobei die Sonne träge lacht. „Frag Lothar, es ist sein Chaos hier“, sagt Peter, als Susanne ihr Gabel vermisst, doch Lothar kontert:“ Frag’ ihn lieber“, wobei er mit der Grillzange auf Peter zeigt:“ er tut so total überheblich, chefig, klug.“
Ich beisse in mein Fleisch und sehe, dass es unter der Oberfläche zärtlich rosa ist.


Wer diesen Artikel kapiert hat, der wird auch diesen Artikel hier kapieren.
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